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Re: internet benutzerzugang



Hi!

> Nun, wir wollen, wie Barbara schon sagte, ebenfalls einen 
> Internetzugang fuer Benutzer einrichten. Aber das Problem offenbart 
> sich in obigem Satz: "explosionsartige Zunahme". Warum sollte ein 
> Student -zig Mark an irgendeinen Provider zahlen, wenn er es in der 
> UB umsonst bekommt?

Warum sollte es Bibliotheken geben, wenn der Student die Buecher
auch in einem Buchladen bekommt ?

Dieses Argument ist also zu schlecht.

> Also geht auf gar keinen Fall ein anonymer 
> Zugang, sondern nur bei namentlich bekannten / angemeldeten Personen? 

Das ist allerdings korrekt. Hier stellt sich die folgende Frage:

- Wenn Rechnerarbeitsplaetze aufgestellt werden, sind sie
  wie PCs dumb, d.h. ohne Benutzerpruefung ?
  Argument-pro: Die Bibliothek prueft ja auch nicht, wer jetzt
  in den Raeumen die Zeitschriften/Buecher liest.
  Argument-contra: Im Inet wird es nicht gerne gesehen, dasz
  nicht nachvollziehbare Zugaenge existieren.

Daraus folgt die naechste Frage:

- Wird die Authentifizierung von der UB durchgefuehrt oder
  stellt sie nur Arbeitsplaetze, von denen mensch aus sich
  auf einem Inet-faehigen Rechner einloggen kann ?
  (z.B. X-Terminals, PCs, die nur auf dem Campus geroutet
  werden usw)

Wenn die UB die Authentifizierung uebernimmt, dann verwaltet sie
praktisch Computing Facilities fuer ihre NutzerInnen. Wenn sie
das tut, dann bitte mit klaren Ueberlegungen dahinter.

Dies kann sogar *sehr* sinnvoll sein (z.B. an reinen
geisteswissenschaftlich orientierten Universitaeten), wo
das "standing" der UBs meist groeszer war als das der RZs.

Wenn aber klar ist, dasz das oertliche Rechenzentrum diese
Aufgabe uebernimmt, dann sollte sich eine UB auf das Anbieten
von Terminals beschraenken.

> Und selbst die Beschraenkung scheint nicht zu reichen. 
> Man mu=DF die Benutzer so sensibilisieren (wie?), dass sie tatsaechlich 
> nur Dinge im Internet unternehmen, die auch im Sinne einer Bibliothek 
> sind. Hmmm - welche sind denn das? Informationsvermittlung. 
> Informationen welcher Art? 

Ja, genau. No gaming, no excessive e-mailing, no general
computing. Ein User, der in und auf den Rechnern der UB
anfaengt, seine FEM-Pakete zu rechnen, ist evt. falsch am Platze 8-)

> Oder ist es gar nicht sinnvoll, diese Ueberlegung weiterzufuehren 
> sondern sollte man lieber die Rechner einfach aufstellen und die 
> Leute machen lassen?

Moeglichst weitgehend "ja". Aber eben mit Augenmasz und eine
Policy ueberlegen, aufschreiben und den UserInnen bekannt machen...

		So short, PI
-- 
PI at the User Help Desk Comp.Center U of Stuttgart, FRG      25 years to go ! 
EMail: pi _at__ rus.uni-stuttgart.de
fon ++49 711 685-4828                  (aka Kurt Jaeger)



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