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Re: [InetBib] Google und Bibliotheken



>Jede Bibliothekarin und jeder Bibliothekar in Deutschland wäre bislang >froh
> gewesen, wenn er oder sie sich auch nur annähernd hätte vorstellen
> können, die Inhaltsverzeichnisse aller Werke im eigenen Bestand... zu >scannen. Doch mehr als Tröpfchen auf den heissen
> Stein waren unter den gegebenen Umständen nicht zu leisten.


Liebe ListenteilnehmerInnen,

warum nicht beim Scannen der Inhaltsverzeichnisse zumindest der kompletten deutschsprachigen Veröffentlichungen auf die altbewährten Methoden der zentralen Dienstleistung setzen, die ALLE Bibliotheken dann übernehmen können. Die Deutsche Nationalbibliothek ist dafür der natürliche Ort - und ist es nicht sowieso geplant?. Bibliothekskataloge hätten dann zweifellos eine andere Qualität (nicht wie heute nur die einer etwas besseren Form von Zugangsbuch). Hoffen wir, dass die DNB das bald ins Werk setzt. Sie könnte dann auch ihren Auftrag, deutsche Kultur und Wissenschaft zu verbreiten, in ganz anderer Qualität erfüllen. Diese universelle Lösung hätte auch den Charme, dass sie allen nützten würde, nicht nur der wissenschaftlichen community!

Zum Scannen von Bibliotheksbeständen in den USA hier noch ein Artikel aus der New York Times vom Wochenende:
History, Digitized (and Abridged)
http://www.nytimes.com/2007/03/10/business/yourmoney/11archive.html
http://www.nytimes.com/2007/03/10/business/yourmoney/11archive.html?_r=1&th&emc=th&oref=slogin
... in der Abteilung "Your Money"!


Viele Grüße
Peter Delin
Zentral- und Landesbibliothek Berlin


Armin Stephan schrieb:
Liebe ListenteilnehmerInnen,

die Mail von Prof. Schmide führt uns zu einem Aspekt der Geschichte, der bislang erstaunlicher Weise noch nicht in der Diskussion hinreichend wahrgenommen worden ist: das "liebe" Geld!

Es stimmt sicher nicht, wenn man pauschal sagt, das deutsche Bibliothekswesen hätte nichts unternommen, um auf die elektronische Omnipräsenz des Wissens hinzuarbeiten.

Doch was unternommen wurde, kann durchaus für den Aussenstehenden wie bedeutungslose Peanuts wirken. Erst recht angesichts der jüngsten Entwicklungen. Ein sehr wichtiges Thema war z.B. in den letzten Jahren das Thema Kataloganreicherung. Von der lokalen Ebene bis hin zu den Verbünden ist dieses Thema inzwischen in den Köpfen und in der Praxis angekommen. Da sind eine paar zigtausend Inhaltsverzeichnisse gescannt worden und dort ein paar ...

Und es soll auch KollegInnen gegeben haben, die wie ich darunter gelitten haben, dass Abertausende gescannte Aufsätze, die im Rahmen der SUBITO-Geschäftsgänge entstanden sind, wieder von den Festplatten gelöscht worden sind aus urheberrechtlichen Gründen.

Nett alles, aber natürlich nichts im Vergleich zu dem Vorhaben, die Buchtexte selber am Bildschirm zu präsentieren - und zwar möglichst alle.

Jede Bibliothekarin und jeder Bibliothekar in Deutschland wäre bislang froh gewesen, wenn er oder sie sich auch nur annähernd hätte vorstellen können, die Inhaltsverzeichnisse aller Werke im eigenen Bestand oder alle Zeitschriftenaufsätze zu scannen. Doch mehr als Tröpfchen auf den heissen Stein waren unter den gegebenen Umständen nicht zu leisten.




Listeninformationen unter http://www.inetbib.de.