[Date Prev][Date Next][Thread Prev][Thread Next][Date Index][Thread Index]

Re: [InetBib] Stellenausschreibung der UB Wuppertal



Liebe Alle,


Am 05.02.2013 19:51, schrieb Georg Strien:
Auf die Gefahr hin, in ein Wespennest zu stechen.

[...]
Zu groß ist die Gefahr, auch nur bei leisem Widerspruch sofort in die 
Chauvi-Ecke geschoben zu werden.
Eigentlich schlimm, dass Mann sich offenbar nicht wirklich "trauen" kann, etwas zu dem Thema zu sagen! Da findet doch in der Diskriminierungsdebatte eine weitere Diskriminierung statt! ;-)

Dass wir all die Probleme, die dazu führen, dass Frauen in höheren Positionen eher rar vertreten sind, nicht (jetzt) (alle) lösen können, ist im Prinzip doch allen klar. Aber das ist ja auch ein ganz anderer, als vom Threadstarter angesprochener, Punkt. Ihm ging es IMHO darum, dass in einer Ausschreibung darauf hingewiesen wurde, dass Frauen bei gleicher Qualifikation "besser behandelt würden" - und das in einem Bereich, wo es einen nicht zu leugnenden Überschuss gibt! In der heutigen Zeit sollte weder darauf hingewiesen werden müssen, dass Frauen bei gleicher Qualifikation oder behinderte Menschen bei gleicher Qualifikation, oder Migranten oder oder oder... bevorzugt werden. Einerseits sollte das voraus zu setzen sein, andererseits: wenn man sämtliche (empfundenen) Minderheiten aufzählt, was ist dann mit denen, die man nicht nennt (im Ursprungsfall den Männern)?

Ich jedenfalls, fühle mich in meiner bisherigen FaMI-Laufbahn (mit der ein oder anderen auch gescheiterten Bewerbung um eine Stelle...) als Frau nicht "benachteiligt" oder diskriminiert. Im Gegenteil, lese ich Anzeigen wie die der UB Wuppertal, ärgert es mich. Genauso ärgert es mich, dass man z.B. nicht schreiben darf "liebe Kollegen", sondern immer die Kolleginnen mit einbeziehen muss. Warum ist das generische Maskulinum politisch inkorrekt?
Werde ich wohl nie verstehen...


Lieber Herr Strien:
Sie erwarteten Widerstand, meinen Zuspruch aber haben Sie ;-)

Mit freundlichen Grüßen


Luisa Kegel



Ja, Frauen sind nach wie vor in vielerlei Hinsicht benachteiligt. Nicht alles lässt 
sich jedoch darauf schieben. Eine Sache, die sich in Deutschland zu Lasten der Frauen 
auswirkt, ist die Frage der Kinderbetreuung. Damit meine ich NICHt das Betreuungsgeld, 
sondern die (fehlenden Plätze in) Kitas und ev. (fehlende) Nachmittagsbetreuung in 
Schulen. Es gibt weitere Beispiele in dieser Richtung.

Es gibt jedoch - ich weiss, dass dies manche Leute nicht hören und nicht wahrhaben wollen - 
auch geschlechtsspezifische Unterschiede, die auch Einfluß auf den beruflichen Werdegang 
haben, und dies nicht nur ob des bösen Willens der Männer.

Leider kann auch ich keine einfache Lösung anbieten, und ich will auch nicht das Verhalten vieler Männer in diversen 
Situationen schön reden. Männer haben viel zu lernen. Was wir Männer jedoch unter keinen Umständen lernen 
sollten, wäre die Rolle dessen anzunehmen, der an allem Schuld ist  -das wäre kontraproduktiv. Genau diese Gefahr sehe 
ich aber bei solchen Diskussionen, weil man da politisch korrekt sich nicht äußert.

In sicherer Erwartung von Widerspruch und mit Grüßen aus einem Land, wo man dererlei 
Diskussionen erheblich seltener führen muß

Georg Strien

________________________________________
Lähettäjä: Inetbib [inetbib-bounces@xxxxxxxxxxxxxxxxxx] 
käyttäjän Silke Ecks [furious.sun@xxxxxxxxx] puolesta
Lähetetty: 5. helmikuuta 2013 19:44
Vastaanottaja: Internet in Bibliotheken
Aihe: Re: [InetBib] Stellenausschreibung der UB Wuppertal

Juste eine Minute vor Ihrer!

Meine Herren, Ich versteh die W... Frauen nicht!
;-)

Ich möchte mich für die vielen Pluspunkte sehr bedanken!

--------------

Am 5. Februar 2013 15:29 schrieb Katharina Scholl <KSc@xxxxxxx>:
So kann man jetzt mal sehr gut feststellen, wer so alles stiller Mitleser ist 
(bin ich ja selbst). ;-)

Wann wohl die erste Mail kommt bzgl. "bitte nicht so viel auf der Mailingsliste 
rumspammen, meine Zeit ist mir heilig"? Kam dieses Jahr schließlich noch nichts zu 
dem Thema...

Grüße,

Katharina Scholl



// Edit: Ah, just in diesem Moment kam die erste.


-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Inetbib [mailto:inetbib-bounces@xxxxxxxxxxxxxxxxxx] Im Auftrag von Mareike 
Post
Gesendet: Dienstag, 5. Februar 2013 15:27
An: Internet in Bibliotheken
Betreff: Re: [InetBib] Stellenausschreibung der UB Wuppertal

+1 für Silke Ecks!
+1 für Katharina Braun!
+1 für Hendrik Bunke!

2013/2/5 Uta Grothkopf <Uta.Grothkopf@xxxxxxx>:
Sehr gern: +1

Und gleich noch ein +1 fuer Katharina Braun und ihren Beitrag dazu.

Gruss,

Uta Grothkopf
ESO Bibliothek
uta.grothkopf@xxxxxxx



On 5 Feb 2013, at 14:50, Hendrik Bunke wrote:

Warum gibt es hier kein +1 oder eine share Möglichkeit?! Könnten
vielleicht einfach alle, die dem Beitrag von Frau Ecks grundsätzlich
zustimmen, schlicht mit einem +1 antworten?

Frau Ecks hat nämlich für diesen Rant und den dafür notwendigen Mut
eine große Anerkennung und ein wenig Unterstützung verdient.
Finde ich.

Danke!

viele grüße
hendrik bunke


--On 2013-02-05 14:09, Silke Ecks wrote:
Es ist immer wieder erstaunlich.
Aber natürlich - wenn die Herren sagen, dass die Frauen nicht mehr
diskriminiert sind, dann wird das sicher stimmen, muss es einfach,
denn die können das bestimmt viel besser beurteilen, vor allem, wenn
sie nicht fragen, sondern feststellen - Dinge, die sie als Tatsachen
bezeichnen, obwohl es nicht einen Schimmer für die Richtigkeit,
Wahrheit oder auch nur Existenz des Behaupteten gibt.

Leider fallen nach wie vor reihenweise Frauen darauf herein - wenn
ein Mann, v.a. ein (zunächst) sympathischer oder nahe stehender, so
was sagt, dann muss es ja wahr sein.

Ich hatte das gerade im privaten Rahmen mit ein paar katholischen
Landwirten auf dem Geburtstag meiner alten Tante. Die sind auch der
Meinung, dass wir jetzt ja Gleichberechtigung haben.

Aber gleichberechtigt sind sie, und wer will so einen kleinen Spruch
in einer Bar auch übernehmen - ich sehe auch durchaus die peinliche,
politisch manipulative Komponente im Fall Brüderle (die m.E.
allenfalls zeigt, wie Basisdemokratie eben nicht gehen kann und
sollte).
Aber abgesehen von der Medienebene doch genau so aussieht wie 100
anderer solcher konstruierten Skandäle, weshalb ich mich auch über
die Medienkomponente nicht sonderlich aufregen kann, und dem
Umstand, dass z.Zt. Brüderle zumindest AUCH diskriminiert wird (auch
wen Diskriminierung eigentlich was gegen Gruppen Gerichtetes ist,
also müsste man wohl "von der Presse gemobbt wird" sagen, was aber
zumindest in mir komischerweise nicht sonderlich viel bis gar kein
Mitgefühl auslöst, sondern eher erweitertes Gähnen - also all dies
ändert nichts daran, dass das, was B. da gebracht hat, jetzt nicht
wirklich der Gipfel der Konversationskunst oder irgendwie originell
oder charmant war; dass es sehr gut, ist, dass diese Debatte nach so
langer Zeit mal wieder losgetreten wurde; dass sehr viel weniger
harmlose Sprüche und Situationen zum weiblichen Alltag - ja, diesem
TÄGLICHEN Trott! - in diesem Land gehören.
Und zwar auch in der Ehe, in Beziehungen.

Oh, und WEHE, Du lächelst nicht dazu, Mädel! Dann kommt ganz schnell
die Faust aus der Tasche!
Jahrtausende dieser Mischung aus fremdem Vordenken und Soufflieren
und immanenter physischer Drohung bei Ungehorsam können sicher
solche Folgen haben. 15.000 Jahre Zeit zum Lernen sollten reichen.
Und deswegen wird geschwiegen und chinesisch weise gelächelt und genickt...

Doch, das ist so, Mann: Einfach weil Du ein Mann bist, und Frauen
wissen, was u.U., zu erwaten ist. Du kannst der schmächtigste,
netteste, gewaltloseste, freundlichste, sympathischste in 200 km
Umkreis sein - die instinktive Bedrohung aus grauer Vorzeit ist da.
Und das bedeutet doppelt und dreifach vorsichtiges und genaues
Hinhören - wenn Du's denn wirklich wissen willst.

--------

Diese real existierenden Diskriminierungen, private wie die
beruflichen, Gewalt, und sexuellen Belästigungen betreffen nun mal
zu 95% ein bestimmtes Geschlecht, und zu einem ähnlichen Prozentsatz
ist das andere Täter!
Und genau deswegen bestimmt die Formulierung eine Bevorzugung der
Frauen und nicht der Männer.
Dass sich das Geschlechterverhältnis in diesem einen spezifischen
Beruf lange umgedreht hat, ist erstmal kein Argument.

(Übrigens erinnere ich mich an eine Untersuchung aus den 80er oder
90er Jahren, die besagt, dass mit der Zunahme von Frauen im
Berufsfeld, bzw. der Abwanderung der Männer, das Prestige des Berufs
sinkt (und das Lohnniveau, glaube ich). Ich weiß nicht mehr, welche
Berufe genannt waren, meine aber, Bibliothekare waren nicht dabei...

Und hab ich schon die Geschichte von der Zugbegleiterin berichtet,
die (weiß der Geier, wie wir drauf gekommen sind) irgendwann Mitte
der 90er auf einer Fahrt mir erzählte, und zwar nicht ohne
Bitternis, dass sie in der DDR Kranführerin gewesen sei, und nach
der Wende nun diesen Beruf nicht mehr ausüben könne - es gebe auf
den Baustellen zu wenig Klos für Frauen; der Gesetzgeber bestimme,
dass diese Art Tätigkeit für das weibliche Geschlecht zu gefährlich
sei, Frau selber habe daran nichts mitzuentscheiden, ungeachtet
ihrer Wünsche; und die Gewerkschaften würden diese Art Arbeit bei
Frauen nicht unterstützen und hätten sie mit dem Versuch, ihre
langjährige, qualifizierte und geliebte Arbeit einzuklagen, alleine gelassen?
Es hat sich wohl mit Sicherheit bei den Kränen technisch mehr getan
als bei dieser Sachlage!)

-----------

UND wir hatten just hier oben im Norden diese Debatte in Bezug auf
angeblich illegale Landtagssitze des SSW, der Partei der dänischen
(u.a.) Minderheiten hier oben.

Ich zitiere aus den Kommentaren auf SHZ.de:

Klar, die Mehrheit entscheidet, dass die Minderheit nicht diskriminiert ist! 
Wer sonst?!

Es ist ja immer wieder lustig, und besonders für Deutschland typisch, wie Mehrheiten von selbsternannten 
Integrierern, die sich auch >noch für besonders tolerant halten, darüber entscheiden, welche 
Minderheiten wann und wo unterrepräsentiert sind - ohne die Betroffenen >auch nur im Traum mal selber 
zu hören.

Kinder, Frauen (die nicht mal ne Minderheit sind) , Dänen, Muslims, Friesen, Schwarze usw., immer wieder gerne 
behaupten andere - in >diesem Fall offenbar besonders gönnerhafte FDP-nahe Männer - von Ferne beurteilen zu 
können, dass diese Menschen nicht >unterrepräsentiert oder diskriminiert sind, wenn nicht gerade die 
Sarrazin-Schiene besser in den Kram passt - wie wärs, diese Menschen >mal persönlich zu fragen?
Da könnte man ja am Ende ne Antwort bekommen!
Da fehlt der Mut, was?
Und Mehrheitsentscheide, das ist Demokratie.

Hat IRGENDWER von Ihnen sich mal ernsthaft, ehrlich und längere Zeit
WIRKLICH mit einem Mitglied einer diskriminierten Minderheit - es
muss ja gar keine Frau sein, und auch nicht jemand jenseits einer
Sprachbarriere - auf Augenhöhe unterhalten? Um zu erfahren, wie das
so ist, das Diskriminiert-Werden?

Nur mal angenommen, es bestünde das Interesse?
Vielleicht liegt im Fehlen dieses Dialogs und des echten Interesses
ein Grund für den "Undank" und die unerhörte Nicht-Anerkennung
bereits geleisteter kleiner und kleinster Schritte, die ja gerade
von den in diesen Fragen schnell ermüdenden älteren
kirchlich-Konservativen immer wieder beklagt werden?
Teils wird ja schon ein Dankeschön dafür verlangt, dass der Klaps
auf den Hintern ausgeblieben, der miese Spruch außer Hörweite
gemacht wurde! Worauf zu diesem Behufe dann deutlich hingewiesen wird!

-------------

Was im Einzelnen, bei der Einzelnen, als Diskriminierung rüberkommt,
ist für die Diskriminanten oft überhaupt nicht abzuschätzen - auch
und gerade die kleinen Gesten, dies "ups" der Gutmenschen, die
vorsichtigen Blicke, das Aus-den-Fingern-nehmen und Belehren,
ungefragte Ratschläge usw. können sehr verletzten.

Und das Zusehen der anderen. Die oft gar nicht bemerken können, was vorgeht...

Manches von dem gut Gemeinten verletzt. Es wird meist auch mehr
gefordert als angeboten wird, Glasperlen gegen Gold, Beschränkung
der Freizügigkeit, Toleranz und Ausübung der eigenen Kultur gegen
bedingungslose Anpassung und Schweigen.

Mit irgendwelcher gesellschaftlicher Veränderung, Gleichbehandlung
und echtem Respekt vor Frauen hat sehr viel von dem, was läuft, und
was gelaufen ist, und was gesetzlich geregelt wurde, NICHTS zu tun.

Was alles, wie der "Undank" auch nicht im Entferntesten ein Argument
gegen das Gutmeinen und für das Einstellen jeder Unterstützung sein
kann. Immerhin sind es Fingerzeige...

------------

Peinlich ist aber immer wieder besonders die Großspurigkeit von
Statements darüber, was in diesem Land der Fall ist oder nicht mehr
der Fall ist, die im Übrigen hier ja anscheinend auch wieder nur von
Männern gemacht werden, und vor allem auch gerne sehr final sind:
jetzt ist aber gut hier!
Nee, isses nicht!!
Dies ist ein Prozess! Mit den Veränderungen verändern sich die
Notwendigkeiten! Und dieser Prozess ist mal gerade begonnen worden!

Was in diesem Land der Fall ist, ist nämlich Folgendes:
Deutschland ist im internationalen Vergleich, was Frauenrechte und
Antidiskriminierungs-Ansätze angeht - also echte und ernst gemeinte
-, und auch in Sachen Solidarität, ein Entwicklungsland und
Jahrzehnte hinter dem Westen hinterher!

Was noch lange nicht heißt, dass in GB oder USA die Lage optimal ist.
Aber in Skandinavien und Holland ist sie schon mal ganz erheblich
anders als hier.

Die Leute, ja, auch die Männer, und wahrhaftig auch die Politiker,
meinen es dort ernst, und kommen Frauen nicht mit wirklich
bösartigen und peinlichen Geschichten wie diesem Betreuungsalmosen,
das jedem und jeder mit einem Rest von An- und Verstand die
Schamesröte über "die da oben" ins Gesicht treiben müsste.

Ich will jetzt mal nicht sagen, dass es muslimische Länder gibt, in
denen die Lage der Frauen besser ist, aber Deutschland - ja, genau
dies Land hier! - ist in Frauenfragen sehr viel näher an (den
liberaleren von) diesen dran, als es irgendwem lieb sein kann, der
oder die es mit Nichtdiskriminierung und Gleichberechtigung ernst
meint.
Aber wir Westler sind ja natürlich so toll modern und
fortschrittlich und überlegen, da kann man das ignorieren.

---------

Das Hauptproblem ist aber, dass es anscheinend immer wieder reicht,
dass irgendwelche Männer sagen, es gibt das nicht mehr, und die
Frauen zucken zurück und beginnen (wie es das brave Bürgerweibchen
das 19.Jahrhunderts tat) an ihrem eigenen Urteil und Verstand zu
zweifeln, und VOR ALLEM daran, ob sie überhaupt das Recht haben, zu
fordern, was sie fordern!
(In diesem Licht ist auch die Gehaltsschere kein Wunder.)

Dazu kommt, dass Männer gerne manipulative oder dialektisch
argumentierende Behauptungen (wie die vom Risiko der Opferrolle -
oder, ohne Moderator zu sein, verordnen möchten, was in der Debatte
und an ihrem Ort angebracht ist) aufstellen, gerne auch unwahre,
WEIL SIE WISSEN, dass sie damit zumindest die Debatte auf
Nebengleise umlenken können - weg von dem, was tatsächlich
geschieht, und von dem, was tatsächlich getan werden müsste -, und
damit meist durchkommen - die Gutgläubigkeit oder Angst oder
Willfährigkeit auf der anderen Seite ist einfach zu verlockend.

Und das Nicken und Grinsen der Frauen wird von den Männern als
Zustimmung interpretiert, obwohl es meist nur ein gezwungenes,
höfliches Schweigen ist, weil die gemachten Äußerungen oft
eigentlich nur kräftige Ohrfeigen als Antworten verdienen, frau aber
weder die Stimmung stören noch gemobbt oder Schlimmeres werden will.

Ich glaube ja nicht, dass es hilft, denn außerdem ist es nicht weit
her mit der Solidarität, und frau will es ja auch viel lieber von
den Männern hören, deren Aufmerksamkeit als schmeichelhaft und
erreichungswürdig begriffen wird - als ob die jemals ihre Positionen
aufgeben würden! Warum um Himmels willen sollten sie?! -, aber ich
shoute es hier trotzdem:

JA, FORDERN IST VÖLLIG IN ORDNUNG!
ES GEHT NUR AUCH NICHT ANNÄHERND WEIT GENUG!!

Und noch mal, zur Verfestigung und Vertiefung des Gelernten -

1) Ob jemand nicht mehr diskriminiert wird, das kann wohl letztlich
und v.a. gültig einzig die (nun hoffentlich nicht mehr)
diskriminierte Person/ Gruppe sagen! Nichts kann uns vor
Zweckargumenten/ "Missbrauch" retten - außer ECHTER Nicht-Diskriminierung.

3) Eine wie auch immer demokratische Mehrheit kann nicht, unter
keinen Umständen, in irgendeiner positiven/ guten Weise über den
Erfolg solcher Maßnahmen oder die Gefühle und Lage einer Minderheit
entscheiden.

2) So gut wie jede Debatte von anderen über bereits Erreichtes, bes.
v. Angehörigen der diskriminierenden Mehrheit, auch wohlmeinenden,
die es zum Glück ja auch hier gibt, und vielleicht mehr als
anderswo, gilt normalerweise der Selbstbeweihräucherung, ist müßig
und letztlich gönnerhaft ("patronizing" - es gibt einfach kein vergleichbares 
dt.
Wort) - wenn sie sich nicht ernsthaft um Einbeziehung der
Diskriminierten und das Erkunden ihrer Ansichten und Gefühle bemüht.
Behaupten reicht nicht! Es gibt auch keinen Dank einfach nur für die
Kenntnisnahme des Themas und die Mühe der Debatte!

4) Deutschland - ja, dies Land hier, in dem die meisten
ListenteilnehmerInnen wohnen und arbeiten - ist in diesen Dingen
nicht gerade fortschrittlich und evtl. noch nicht einmal auf einem
guten Weg.

5) FORDERT MEHR, LAUTER! Egal, wie peinlich es ist, und was ein
Haufen dezenter Benimmlehrer und Deutschtugendprediger behaupten:
Dies IST ein Basar, war es schon immer, und wer nur genau das
fordert, was sie oder er haben will, wird am Ende nicht ein Zehntel davon 
bekommen!
(Oder zumindest sollte mensch, nach dem "femininen" Unterbieten der
Konkurrenz, erst den Vertrag unterschreiben, bevor mensch dann
anfängt, alle möglichen Zusatzleitungen und Lösungen für
Zusatzprobleme zu veranschlagen... Obwohl das vermutlich nur im
Baugewerbe klappt...)

So. DAS war jetzt mal ein Rant.

Übrigens sehe ich hier enge Zusammenhänge mit meinem eigenen Thread
von vor ca. 2 Wochen, sowie dem von Herrn Peren drüben auf RABE.

Schwer gespannt, wem wohl heute welcher Schuh passt:

Silke Ecks

--
Dr. Hendrik Bunke
http://gplus.to/hbunke
http://twitter.com/hbunke
http://www.hbxt.org

--
http://www.inetbib.de
----------------------------------------------------------------------------------------------------------
      *          Uta Grothkopf                                             ESO 
Library
*E   S*     European Southern Observatory           Phone : +49 (0)89 32006-280
     O          Karl-Schwarzschild-Str. 2                        
uta.grothkopf@xxxxxxx
      *          D-85748 Garching                                    
http://www.eso.org/libraries
                  Germany                                                     
http://telbib.eso.org
----------------------------------------------------------------------
------------------------------------

--
http://www.inetbib.de


--
Mareike Post
Rue Meyerbeer 75
1190 Brüssel
Festnetz +32 2 345 95 39
Mobil +32 479 46 90 29

--
http://www.inetbib.de

--
http://www.inetbib.de
--
http://www.inetbib.de


--

Freie Universität Berlin
Veterinärmedizinische Bibliothek
Oertzenweg 19b
14163 Berlin

Web: http://library.vetmed.fu-berlin.de/

--
http://www.inetbib.de


Listeninformationen unter http://www.inetbib.de.