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Re: [InetBib] OT_Ankündigung 4. Leipziger Kongress für Information und Bibliothek März 2010




On Jun 16, 2009, at 2:07 AM, Heinrich Allers wrote:

Nicht nur Walther Umstaetter meint:

Da Universitäten schon lange WLAN anbieten,  ist dem Kollegen Hilf
nur zuzustimmen.

Und da es dem nach den Stimmen von Hilf bis Umstätter so ist oder so  
sein soll (Eberhardt scheint mit
seiner kritischen Antwort auf Danowskis Definitionen eines neuen  
Konferenzkodexes eine Ausnahme zu
bilden), daß es bei Konferenzen und Tagungen nicht mehr darum geht,  
daß mit ihrem Kopf und Bleistift
und Papier versehene Tagungsteilnehmer den Referenten begegnen,  
sondern daß sie, selbstverständlich
alle "multitaskfähig", sozusagen in Echtzeit diesem auch etwas  
entgegnen können, nachdem sie sich im
Netz (Google und Konsorten) umgesehen oder auch untereinander  
verständigt (per E-Post oder Twitter)
haben, liegt der Gedanke und die Frage nahe, ob angesichts dieser  
phantastischen neuen Möglichkeiten
der Vernetzung nicht eh die Konferenz alter Art obsolet ist, also  
durch eine Art Konferenzschaltung, die
nicht mehr die reale Präsenz der Teilnehmer an einem Ort  
erforderlich macht, abgelöst werden könnte und
sollte.



Hier sollte man aber nicht das Kind mit dem bade ausschütten.
Aus dem Bereich Blended Learning wissen wir, und insbesondere aus  
unserem Fernstudium,
dass es darum geht die richtigen Informationsmedien jeweils optimal  
einzusetzen, und da ist auch
Teleconferencing nur ein schmaler Bereich aus dem gesamten Spektrum  
der Informationsquellen.

Es ist aber durchaus richtig, dass wir bei Aus-, Fort- und  
Weiterbildungen  heute oft noch
informationsimkompetente Entscheidungen beobachten.
Ähnlich unserem Fernstudienkonzept könnte man ja auch Personen an  
Tagungen teilnehmen lassen,
die nicht die Möglichkeit haben anzureisen, die nur an vereinzelten  
Veranstaltungen teilnehmen wollen
oder können. Ansatzweise gibt es das ja auch schon.

Ich bin schon seit Jahren gespannt, wann sich unser Studienführer  
basiertes Fernstudium als normales
Studium heutiger Zeit durchsetzen wird.
Als wir aber mit Online Recherchen in Deutschland begonnen haben,  
hätte ich mir auch nicht träumen
lassen, wie langsam sich manche Entwicklungen erst durchsetzen.

Das Umdenken einer Gesellschaft dauert oft erschreckend lang,  
gegenüber den technologischen Entwicklungen,
weil sich dahinter fast immer Generationskonflikte verbergen.
Die meisten Generationskonflikte beruhen aber auf der Tatsache,
dass neues Wissen altes revolutionär verdrängen muss,
und dazu müssen nach M. Planck die alten Ansichten erst aussterben ;-).

Man sollte auch nicht übersehen, dass viele Tagungen an Kurorten  
stattfinden!

MfG

W. Umstätter










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