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Re: [InetBib] Follow up: Bibliothekswissenschaft - quo vadis?



Liebe Inetbib-Kollegen,

ist diese Ansicht (Zitat, siehe unten):

"Wobei ich ehrlich sagen muß, eine URL(!) und dann schon gar sowas hier
http://edoc.hu-berlin.de/miscellanies/umstaetter/
würde ich da auch nur extremst ungern im Katalogisat stehen sehen. Wo
zeigt die denn nächst Woche hin? "404 not found"? "Directory listing
denied"? Da gehört schon ein ordentlicher Persistenter Identifier hin.
Sei es eine DOI, URN, PURL, Handle oder was auch immer. "

eine Einzelmeinung oder Konsens in der Community? Der edoc-Server der 
Humboldt-Universität ist DINI-zertifiziert.

Fragt
Petra Hauke

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Alexander Wagner schrieb:
Petra Hauke schrieb:

Hallo!

Die INETBIB-Community hatte seinerzeit nicht nur vehement kritisiert,
dass die Veröffentlichung zu einem relativ hohen Preis auf den Markt
kam, sondern vor allem, dass die Aufsätze nicht (auch) via Open Access
zugänglich gemacht wurden.

Naja, da ist ja gerade diese Bibliotheks- und Informationsbranche
durchaus noch etwas in der frühen Jungsteinzeit ;)

Recherchen über den KVK zeigen, dass in den Katalogisaten von
Bibliotheken und Verbünden mit einem Hinweis auf den freien Zugang zum
Volltext sehr unterschiedlich umgegangen wird, z.B.:

Sicher.

*Warum ist das so?

Weil es IMHO keine Regelung im Ausnahmenwerk, gibt. Dafür sind die RAK
auch einfach ein bißchen alt. Aber sie finden ja auch in einem Katalog
heute nicht die Partitur der Zauberflöte und die Aufnahme der Aufführung
auf CD zusammen. Die Problematik ist da ganz analog wie beim eBook zu
einem gedruckten Buch. Natürlich gehört beides auf einer gewissen Ebene
zusammen, aber das Regelwerk gibt das nicht her.

RAK bietet immerhin die Möglichkeit einer Fußnote,
die für den Hinweis auf die URL genutzt werden könnte.

Das ist eine Notlösung aber auch diese ist technisch extremst
unglücklich, da Fußnoten ein nichtstrukturiertes Feld sind in dem alles
stehen kann. Halt auch eine URL und da ist nicht gesagt wo die auch
immer hinführt. Eine derartige Lösung ist für Menschen vielleicht noch
irgendwie lesbar (sinnvoll sei dahingestellt) aber für Maschinen
überhaupt nicht handhabbar. Wenn man das löst sollte man IMHO das
Problem lösen und das wäre eine Datenstruktur jenseits der Pappkarte die
eben Verlinkungen zwischen Werken vorsieht wenn es nur verschiedene
Manifestationen des gleichen Werkes sind.

AFAIK ist die übliche Variante aber, dass man schlicht zwei
Titelaufnahmen macht, eine für das gedruckte und eine für das
elektronische Exemplar (so wie im GBV), und genausowenig wie bei
Auflagen oder der angesprochenen "Zauberflöte" erlauben hier die RAK
meiner bescheidenen Regelwerkskenntnis nach eine Zusammenführung. Das
ist ja erst für das neue Regelwerk angedacht.

IMHO sinnvoller ist das schon in den neuen Katalogregeln gelöst, bei
denen das digitale Objekt wohl nur entsprechende Realisation des Werkes
an sich ist. Die Lösung kann aber nicht sein irgendwelche
Datenbankfelder zu mißbrauchen.

Frage: Die Forderung nach "Open Access" wird immer lauter, "Catalogue
enrichment" ist das Gebot der Stunde - und das kann doch nicht nur
gescannte Inhaltsverzeichnisse heißen.

Definitiv nicht.

Was können Autoren rsp.
Herausgeber tun, damit der freie Zugang zum Volltext hybrid erschienener
Publikationen in Bibliothekskatalogen berücksichtigt wird?

Der wird berücksichtigt, wenn man weiß, dass es ihn gibt. Dann
katalogisiert man eben noch ein elektronisches Format mit fast
identischer Titelaufnahme aber eben abweichendem Dokumenttyp. Das ist
jedenfalls momentan das einzige was geht und deutlich sauberer als der
Mißbrauch eines Freitextfeldes.

Wobei ich ehrlich sagen muß, eine URL(!) und dann schon gar sowas hier
http://edoc.hu-berlin.de/miscellanies/umstaetter/
würde ich da auch nur extremst ungern im Katalogisat stehen sehen. Wo
zeigt die denn nächst Woche hin? "404 not found"? "Directory listing
denied"? Da gehört schon ein ordentlicher Persistenter Identifier hin.
Sei es eine DOI, URN, PURL, Handle oder was auch immer.

http://www.bibliotheksverband.de/freundeskreise/handbuchvolltext.html

Wieviele Tage wird das wohl leben?

http://edoc.hu-berlin.de/miscellanies/babylon/

Oder das hier?

http://edoc.hu-berlin.de,  (wird in Kürze freigeschaltet)

Und bitte wo ist DA das Dokument???? (Geht garnicht...)

-- 

Kind regards,

Alexander Wagner
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Dr. Petra Hauke
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