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Re: [InetBib] Weniger oder mehr Zeitungen?



Die Entwicklung der Zeitungsauflagen kann man gut nachverfolgen:

Die IVW-Daten sind quartalsweise einsehbar:

http://daten.ivw.eu/index.php?menuid=1111&u=&p=&b=a&t=Tageszeitungen+Gesamtliste

Und jedes Quartal werden sie mehr oder weniger aussagekräftig in 
Pressemeldungen zusammengefasst.

http://www.horizont.net/aktuell/medien/pages/protected/IVW-42010-Auflage-der-Tageszeitungen-sinkt-weiter--Bild-sinkt-unter-3-Millionen-_97441.html

Ohne Zweifel stehen die Zeitungen unter Druck, die großen auf andere Weise als 
die kleinen, die überregionalen anders als  die regionalen. Alle gemeinsam  
leiden unter dem veränderten Informationsverhalten der Jugendlichen, die als 
Zeitungsleser nur schwer zu gewinnen sind, sowie unter dem allgemeinen Trend zu 
mehr Flexibilität und weniger dauerhaften Abobindungen, die insgesamt das  
Vertriebsmodell Abo+Kiosk in ein Ungleichgewicht gebracht hat, das nun einige 
Anpassungsprozesse erforderlich macht und bereits ausgelöst hat.

Und  man muss kein Augur sein um vorauszusagen, dass vermutlich einige 
Zeitungen sterben werden, andere dagegen werden wachsen, insgesamt wird der 
Markt in nächster Zeit  wohl schrumpfen, zumindest bis er durch neue Impulse 
wieder einen Auftrieb bekommt. So laufen ja fast alle Anpassungsprozesse ab. 
Man kann den Begriff Zeitung beliebig durch Supermarkt, Verlag, Bibliothek, 
Buchhandlung, Industriebetrieb etc. etc. ersetzen.

Gruss
Matthias Ulmer


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Matthias Ulmer
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Geschäftsführer: Matthias Ulmer





Am 15.02.2011 um 11:10 schrieb Kummer:


Lieber Herr Dr. Sander-Beuermann,
mir ist Ihre Zeitungs-Statistik nicht bekannt, aber als Zeitungsleser habe 
ich einen anderen Eindruck.
Vor 30 Jahren bezog ich 3 dünne Tageszeitungen - heute nur noch eine. Aber 
der Umfang dieser einen heutigen Tageszeitung ist wesentlich größer, als der 
der drei früher insgesamt.
Hinzu kommt fast täglich eine kostenlose Zeitung mit viel Werbung, aber 
einem inzwischen so umfangreichen tagesaktuellem Textteil, dass viele Leute 
für ihre Begriffe ausreichend informiert sind.
Insgesamt kommt beim Bürger heute also mehr "Zeitung" an als früher - oder 
ist das lediglich mein subjektiver Eindruck?
Prof. em. Dietmar Kummer
Stuttgarter Allee 18
04209 LEIPZIG
0341-4223102      Rudoskar@xxxxxxxxxxxx 

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