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Re: Ein einziges Eingabefeld: Praxis



Lieber Herr Heinisch, liebe Liste,

> dasselbe gilt für "ähnliche" Recherchen wie:
> buchbinden für anfänger
> buchbinderei für anfänger
> usw.
Die keine-Treffer-Beispiele zeigen, wie hilfreich 
Sacherschließung oder 'free Terms' oder ähnliche Instrumente 
sind. Wenn die Wörter nach denen Sie suchen nicht auf den 
Seiten stehen, gibt es halt keine Treffer. Warum wundert Sie 
das?

> hbz nrw buchbinden für einsteiger
> letztgenanntes Beispiel könnte ein guter Weg sein, die Suche in Google auf
> das NRW Bücherregal einzugrenzen, allerdings werden die Grenzen bei der
> Eingabe einer Suche wie - hbz nrw computer - bereits deutlich
Einfacher geht das mit site:kirke.hbz-nrw.de als zusätzliches 
'Wort' in der Eingabezeile.

> Empfehlung:
> Die semantische Aufbereitung der Doorway-Pages des NRW Bücherregals könnte
> noch verbessert werden. 
Richtig. Ich arbeite an der zweiten Auflage. Die Erfahrungen 
aus den vielen (Bestell-)Mails, die ich bekommen habe sollen 
einfliessen. 

> Um in der Fülle der Informationsobjekte durch
> "schlaue Suchanfragen" eingrenzen zu können, ist umfassende Metainformation zu
> den Informationsobjekten wichtig. 
Metainformationen sind auf jeder Seite drauf. Und 
Metainformation ist immer hilfreich beim schlauen Suchen. Bei 
der XML-Debatte hatten wir das doch schon.

> Wichtig wäre auch die Bereitstellung eines nur
> und aussschließlich in den Bücherregal-Seiten verwendeten Schlüsselbegriffs (wie
> z.B. NRWHBZBÜ), mit dem die Insider ihre Suche auf das Bücherregal wirklich
> eingrenzen können. 
Nein. 
Einschränken geht mit: site:kirke.hbz-nrw.de
Insider suchen besser in DigiBib oder dem KVK oder der 
Verbunddatenbank. Insider wissen, dass das Bücherregal nicht 
vollständig ist und auch nicht immer aktuell sein kann.

> weitere Beobachtung:
> in jeder der x-Millionen Doorway-Pages des Bücherregals sind die
> Mailadressen von Herrn Seiffert und eine zentrale Adresse des HBZ
> eingetragen. Die Chance, dass diese Adressen in die Listen der
> E-Mail-Spammer geraten, wird mit der potentiell millionenfachen Verbreitung der
> Bücherregalseiten immens groß. Das ist riskant.
Das ist riskant nur für mich (und das HBZ). ABER meine 
Mailadresse ist seit 1993 online. Ich bin mit der Adresse mit 
Sicherheit bereits auf jeder Spamliste. Bis jetzt komme ich mit 
dem Müll klar.
[In Zeitungen, im Fernsehen, in eigentlich allen Medien kommen 
wir mit Spam (Werbung, Anzeigen, ...) klar, nur bei EMail wird 
es uns als Problem verkauft. Warum nur? Ich lösche eine Mail in 
weniger als 1 Sekunde. (Werbe-)Zeitungsseiten umblättern dauert 
länger. Werbung wegzappen auch.
Können Sie mir als Informationsbewältiger erklären, warum um 
Spam so ein aufhebens herrscht?]

> Meine Grundeinstellung, dass es sich beim Bücherregal um ethisch korrektes
> Spamdexing handelt (mit Spam in Sinne von "Frühstücksfleisch" bzw. "Content
> verhackstücken"), und es uns einen Ausblick gibt, wie die Suchmaschinenindexe in
> der Zukunft milliardenfach mit Doorway-Pages, die zu invisible Content
> hinführen, gefüllt werden, bleibt unverändert. Ob die Suchmaschinen da
> hinterherkommen oder wir (wie so oft) die Tragik der Allmende (Danke Herr
> Eversberg für diesen schönen Literaturhinweis) miterleben dürfen, wird sich
> zeigen.
Ich weiss nicht so recht, was Sie uns denn nun sagen wollen. 
Sollen wir es lassen virtuelle Bücherregale zu bauen und gute 
Informationen für Googlesuchende erreichbar zu machen? Oder 
sollen wir es besser machen und die Sacherschließung und 
ähnliche Erschließungsideen vorantreiben? 

Welche Strategien schlagen Sie als Informationsfachkraft mit 
langer Erfahrung denn vor? Wie sollen wir Suchende zu dem 
ganzen Universum der gedruckten Literatur bringen? 

Beste Grüße
 Florian Seiffert

--
Dr. Florian Seiffert
Projektleiter 'Virtuelle Kataloge / Innovative Verfahren'
Hochschulbibliothekszentrum NRW (HBZ)
Postfach 27 04 51,  50510 Koeln
Tel. 0221/40075-185
Fax  0221/40075-190
http://www.hbz-nrw.de



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